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TRAVEL: Salzburg

written by Anni 12. April 2018

Anfang März war meine Mama zu Besuch hier im Süden und wir hatten uns vorgenommen, etwas schönes zu unternehmen. Da wir schon seit Jahren immer mal wieder zusammen verreisen (meistens verschlägt es uns auf die Insel – die große in der Nordsee) und eine gemeinsame Liebe zu Roadtrips entwickelt haben, wollten wir dieses Mal nicht nur in München bleiben, sondern ‚ein bisschen die Gegend erkunden‘. Das ist auf Roadtrips übrigens auch immer unsere Ausrede, wenn wir uns mal verfahren. Wobei wir das ja nie tun, wir erkunden immer nur die Gegend. Doch zurück zu Salzburg.

Warum überhaupt Salzburg? Ganz einfach: Die Stadt ist nur knapp anderthalb Stunden bin der Bahn von München entfernt, liegt allerdings in Österreich und gibt einem somit das Gefühl einer aufregenden Auslands-Reise. Außerdem ist es klein genug, dass man es in ein oder zwei Tagen erkunden kann, ohne das Gefühl zu haben, nichts so wirklich gesehen zu haben. Mit dem Bayernticket kommt man glücklicherweise bis nach Salzburg und das auch recht günstig. Vor allem wenn man nur einen Tag fährt, ist das eine sehr kostengünstige Variante. Wir sind gegen Mittag am Hauptbahnhof in Salzburg angekommen und haben uns erstmal auf den Weg in unser Hotel gemacht, das direkt neben dem Kapuzinerberg liegt. Nachdem wir Mamas Koffer und meinen Rucksack abgestellt hatten, sind wir erstmal zurück zu dem Fahrradladen gelaufen, den wir auf dem Weg entdeckt hatten. Typisch. Zum ersten Mal in einer Stadt und ich gehe Fahrräder gucken… Nachdem ich dann endlich mal mein Traumrad Probefahren durfte, haben wir uns daran gemacht, die Stadt zu erkunden. Den Mirabellen-Garten und das dazu gehörige Schloss Mirabell haben wir uns zwar nicht angeschaut, doch im Frühjahr und Sommer ist es dort sicherlich wunderschön mit all den Blumen. Für meinen nächsten Besuch steht es auch definitiv auf der Liste.

Durch die Linzer Gasse am Kapuzinerberg entlang sind wir in Richtung Salzach und Altstadt geschlendert. Ich bin völlig fasziniert gewesen, dass die Busse an Oberleitungen fahren, als wir an der Staatsbrücke standen und den Fluss hoch und runter schauen konnten. Inzwischen ist der Himmel etwas aufgeklart und wir konnten die Berge sehen, die die Stadt umgeben. Als kleiner Flachlandtiroler war das natürlich super spannend für mich.

Als nächstes ging es durch die Getreidegasse, die einfach wunderschön und super süß ist. Überall sind Shoppingmöglichkeiten, gusseiserne Schilder und alte Steine. Hach, ein kleines Paradies für meine Augen. Eine kleine Kaffee und Kuchen Pause haben wir im Café Mozart eingelegt. Der Apfelstrudel und Kuchen waren schon lecker, doch ich muss ehrlich sagen, dass ich es nicht wirklich weiterempfehlen würde. Ich fand es weder sonderlich gemütlich noch war der Kaffe etwas besonderes. Nachdem wir uns dann kurz aufgewärmt hatten, ging es weiter und wir sind in einem Bogen durch kleine Gassen zwischen den Häusern in Richtung Universitätsplatz und Residenzplatz gelaufen.

Der Salzburger Dom ist meiner Meinung nach ebenfalls einen Zwischenstop wert. Von außen ist er sehr imposant, das Eingangsportal sogar ganz hübsch – aber von innen ist er um einiges schöner. Die von 1614 bis 1628 erbaute Kathedrale ist die erste Barockkirche nördlich der Alpen. Zuvor standen natürlich bereits andere Gebäude an dieser Stelle, die jedoch (wie sollte es anders sein) abgebrannt beziehungsweise niedergerissen worden waren.Nach einer kleinen Fotoshooting-Einlage vor diesem wunderbaren rosa Haus, das einfach ausgezeichnet zu meinem Pulli passte, sind wir kreuz und quer durch die kleinen Gassen der Altstadt und fanden uns vor einem kleinen Salzladen in der Wiener-Philharmoniker-Gasse wieder. Vom Badesalz mit Lavendelgeruch, übers Kräutersalz und andere besondere Mischungen findet man hier alles, was das Herz begehrt. Obwohl uns super kalt war, sind wir als es langsam dunkel wurde noch ein Stück am Flussufer entlang und haben einen wunderschönen Sonnenuntergang mit rosa Zuckerwattewolken und dem Blick auf die Festung zu sehen bekommen.

Am nächsten Morgen haben wir uns auf den Weg zur Festung Hohensalzburg gemacht. Auch wenn mir vorher von mehreren Seiten gesagt wurde, dass es sich nicht lohnt, die Festung zu besichtigen, haben wir uns trotzdem dazu entschieden. Sie ist eine der größten mittelalterlichen Burganlagen in Europa und die ältesten Teile stammen aus dem 11. Jahrhundert. Ich stehe einfach unglaublich auf Geschichte, Burgen und den ganzen Spaß, daher haben wir den anstrengenden Aufstieg gewagt. Wobei anstrengend eine leichte Untertreibung ist. Nicht nur der Weg bis zum ersten Tor, sondern vor allem zwischen den Toren, ist so unglaublich steil, dass man sich gar nicht vorstellen mag, ob oder wie da früher Pferde hochgelaufen sind. Von innen ist die Festung wirklich groß und wird sehr gut in Stand gehalten. Und Wunder oh Wunder, sie steht wirklich sehr weit oben auf einem sehr hohen Berg. Schwindelfrei sollte man da irgendwie schon sein, wenn man sich an den Rand der Mauern stellen möchte. Zwar haben wir nicht allzu viel von den umliegenden Bergen gesehen da es recht diesig war, doch der Ausblick lohnt sich dennoch. Wenn man nicht bereit ist, das Geld auszugeben, um auf die Festung zu steigen, kann man stattdessen auch auf den Kapuziner- oder Mönchsberg hoch, um einen schönen Blick über die Stadt zu haben. Einen guten Blick auf die Festung hat man aber auch vom Kapitelplatz aus am Fuße eben dieser.

Um uns wieder aufzuwärmen und uns einen kleinen Mittagssnack zu gönnen, sind wir ins Café 220 GRAD gegangen. Es wurde mir wärmstens empfohlen und ich kann diese Empfehlung absolut weitergeben. Das kleine Café ist in der Chiemseegasse gelegen, und hat sowohl ein wunderbares Interiordesign, als auch super leckere Brote und mit Sicherheit ein ebenso leckeres Frühstück und Kuchen.

Bevor es für uns wieder nach München ging, haben wir noch einen Zwischenstopp im INTERIO eingelegt, einem großen Möbel- und Einrichtungsladen. Natürlich sind wir auch am Mozart-Geburtshaus vorbei gelaufen, und haben auf unseren kleinen Streifzügen verschieden historische Gebäude und Orte gesehen. Für meinen Geschmack ist Salzburg eine schöne Stadt für einen oder zwei Tage, zum durchbummeln, Kaffee trinken und die Seele baumeln lassen. Auf der andere Seite kann man sich natürlich auch viele Sehenswürdigkeiten anschauen oder die Stadt kulturell erkunden.

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