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Let’s talk about… life update Munich

written by Anni 21. Januar 2018

„Vordergründig glauben wir oft, wir seien gestresst, weil wir so viel zu erledigen haben. Wenn wir genauer hinschauen, stellen wir aber fest, dass wir eigentlich nur unter einem zu aktiven Geist leiden, dem ständig etwas Neues einfällt, was es angeblich noch zu tun gilt.“

 

Heiße Schokolade schlürfend sitze ich im Schneidersitz auf meinem Schreibtischstuhl, mein MacBook vor der Nase und träume von (m)einem Sofa. Was würde ich gerade in diesem Moment dafür geben, in eine Decke gekuschelt mit meiner Tasse in der Hand (übrigens Schokolade mit Nilk und nicht Milch – mein neuestes Lebensmittelexperiment) gemütlich im Wohnzimmer zu sitzen, zwischendurch immer mal wieder aus dem Fenster zu schauen und tiefenentspannt über meinen Blogpost nachzudenken. Hätte könnte Pusteblume. Ein Sofa haben wir noch nicht und draußen ist es gerade sowieso dunkel. Einen Vorteil hat das Arbeiten am Schreibtisch jedoch mindestens: ich habe seit neuestem einen Aufsteller für meinen Laptop, eigentlich damit er beim Zocken (oopsie, nerdy) mehr Luft bekommt und nicht so heiß läuft. Allerdings habe ich herausgefunden, dass es sich mit dem Ding auch ganz entspannt schreiben lässt. Ob das wirklich besser ist, weiß ich noch nicht ABER im Moment fühlt es sich angenehm an. Back to the topic: was ist gerade so los in München?

 

Life Update 2.0

Die ersten drei Wochen des Jahres habe ich bewusst entspannt und in Ruhe verbracht. Vor allem der letzte Monat in 2017 – eigentlich die letzten paar Monate – hat mich unglaublich gestresst. Zwischen dem Zurechtfinden im neuen Job, einem vorsichtigen Annähern mit Kollegen und viel zu vielen Hobbys habe ich irgendwie immer wieder Planungen für die Wohnung dazwischengeschoben. Ebenso wie einen Kurztrip nach Hamburg, einen absolut kurzfristigen Adventskalender, mindestens zwei Erkältungen und auch diverse Folgen verschiedenster Serien auf Netflix. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mir alles zu viel ist. Kaum verwunderlich: für jede erledigte Sache kamen mir mindestens zwei Neue in den Kopf, die ich mir sofort aufschreiben musste, um sie nicht wieder zu vergessen. Unter anderem auch ein Vorsatz für 2018 ist für mich deshalb, alles ein bisschen ruhiger angehen zu lassen und mich in Entspannung und Runterfahren zu üben. Ich nehme mir wieder Zeit für mein Glasmomente Buch, habe endlich (!) mein Bullet Journal angefangen und tracke ganz fleißig meine Schlafgewohnheiten, Stimmung und meine vielen verschiedenen Beschäftigungen. Hoffentlich bekomme ich so einen guten Überblick über die Dinge, die mir am meisten Spaß machen und auch die, die ich vielleicht doch aufgeben kann.

 

Mein Start ins neue 2018

… war lange nicht so cool wie im letzten Jahr. Da haben wir nämlich mit Freunden bei uns zu Hause im Wohnzimmer Silvester gefeiert. Inklusive ganz viel Glitzer Dekoration, Apfelpunsch, super leckerem Essen, unzähligen Runden Exploding Kittens und natürlich ein paar Wunderkerzen und Raketen um Mitternacht. Um ehrlich zu sein, hatte ich lange kein so schönes Silvester wie im letzten Jahr. Als ich dann am 01. Januar aufgewacht bin, war ich glücklich. Und tatsächlich entspannt, obwohl ich eigentlich  mitten in meiner Abschlussarbeit steckte. Dieses Jahr gab es leckeres Chili, ein paar Wunderkerzen und obwohl meine liebsten Nervensäge René auch zu Besuch war, war es nicht das Gleiche. Es war nett, keine Frage. Aber längst nicht so schön wie im Jahr zuvor. Dieses besondere Gefühl, dass für mich Hand in Hand mit Silvester einhergeht, hat gefehlt. Daher steht für den nächsten Jahreswechsel schon fest, dass wieder bei uns gefeiert wird. Mit Glitzer Dekoration, Dinner for One und fettem Buffet. Und wenn ich schon im September die Einladungen verschicken muss, damit sich alle uns wichtigen Leute hier herunter begnügen: dann soll es so sein.

 

Sowas wie Pläne?

Ganz oben auf meiner want-to-do Liste steht die Wohnung. In den letzten zwei-drei Wochen war ich schon ganz fleißig im umräumen, aufräumen, aussortieren und für-ebay-fotografieren. Wir haben viele Dinge mit nach München genommen, die ich eigentlich schon in Hamburg hätte verkaufen können und zum Teil sogar dort schon loswerden wollte. Durch die Kurzfristigkeit unseres Umzugs habe ich bestimmt ein Drittel unseres Hausstandes einfach nur eingepackt, ohne großartig auszusortieren, da ich einfach zu wenig Zeit hatte. Vieles davon habe ich nachgeholt. Aber auch einige Sachen, die ich in München gekauft habe, waren irgendwie unpassend,  zu viel oder standen doch nur herum, weil ich DIY-Ideen wieder verworfen habe. Da habe ich endlich sortiert und am Samstag alles umgetauscht beziehungsweise zurück gegeben. Jetzt stehen im Wohnzimmer alle Schränke, im Schlafzimmer hängt endlich alles auf Kleiderbügeln und ich habe erst einmal nur noch einen riesig großen Stapel Klamotten vor mir, den ich für Kleiderkreisel fotografieren möchte. Naja und um ehrlich zu sein auch noch einiges an Chaos aufzuräumen, aber das ist doch irgendwie immer so.

 

Ich führe quasi vier Fernbeziehungen und ein WG-Partnerschaft.

Wer mal in einer Fernbeziehung war, der weiß wie schwierig das sein kann. Ich führe aktuell vier. Mindestens. Mit meinen Freundinnen, die im Norden wohnen. Gar nicht so einfach, sich mal zum telefonieren zu verabreden. Wenn man zwei unterschiedliche Leben führt ist das meistens schon schwierig genug, wenn man sich dann nicht mal spontan verabreden kann um so schlimmer. Ganz abgesehen davon, dass mir die spontanen Kaffeedates in der Mittagspause und Mädelsabende mit Tiefkühlpizza, Erdbeeren und Sekt sehr arg fehlen. Mit wem gucke ich denn jetzt ab nächsten Monat Germany’s Next Topmodel? Kaum vorzustellen, dass wir uns vor gerade mal einem Jahr noch mindestens drei bis vier mal die Woche gesehen haben – je nachdem wie viele Dates wir mit unserem liebsten Drucker Andreas hatten oder wie oft wir eine Co-Working-Space im Balzac eröffnet haben. Den Andi vermisse ich übrigens auch, so ein unglaublicher Ruhepol im ganzen überdimensionalen Chaos der Abschlussarbeiten…

Mit meinem WG-Partner Schrägstrich Freund Schrägstrich Nervensäge Schrägstrich aktuellem Instagram-Husband habe ich es recht leicht momentan. Ich versuche ihm aktuell etwas Geld für Interior-Streifzüge abzuknöpfen und wie oben schon erwähnt unseren Flur demnächst fertig zu stellen. Außerdem werden wir wohl demnächst mal auf Fahrradsuche gehen, denn ich glaube, hier in München kann man ganz gut Fahrrad fahren. Außerdem spare ich mir dann die Monatskarte für die Bahn und das Aufwärmen beim Sport.

 

Für mich ging es heute zum ersten Mal seit mehreren Monaten zum Sport. Dezent zerstört jetzt, also wird heute nicht mehr so arg viel passieren. Mal sehen gut ich mich morgen bewegen kann. Dafür fühle ich mich extrem motiviert und energiegeladen. Was ist denn da los. Versuchen wir doch mal, das Gefühl beizubehalten.

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