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Hamburger Interior Liebe

written by Anni 27. Oktober 2017

 

Die erste eigene Wohnung ist immer etwas besonderes, sie einzurichten total aufregend. Noch dazu wenn man so ein kreativer Kopf und detailverliebter Mensch ist wie ich. Stundenlanges Stöbern auf Pinterest, nächtelanges akribisches Planen welche Möbel man wohin stellt, seitenlange Einkaufslisten. Im ersten Monat ist die Ernüchterung groß: man kauft nur einen Bruchteil von dem, was man wollte. Man merkt, dass die Wohnung absolut ungeeignet ist für die tollen Ideen von den Pinterest-Moodboards. Und irgendwie steht die Hälfte der Kartons noch immer unausgepackt in einer Ecke des Wohnzimmers. Na, wer erkennt sich wieder?

Es ist gerade mal etwas mehr als zwei Jahre her, dass mein Freund mich fragte ob wir zusammenziehen wollen. Ich war gerade von einem kleinen Urlaubstrip wieder nach Hause gekommen, er hatte mich am Flughafen abgeholt und wir sind zu mir in die WG gefahren. Eine große Dosis London intus, ein Lächeln im Gesicht und irgendwie auch happy, wieder in Hamburg zu sein, überrascht er mich mit der Frage. Dass der Wahnsinn danach so richtig losgehen würde, habe ich zu dem Zeitpunkt natürlich nicht geahnt. Nach dieser Frage hat es nämlich sage und schreibe acht Monate gedauert, bis wir eine Wohnung gefunden hatten, die uns gefiel, bezahlbar war und bei der wir schließlich auch den Mietvertrag unterschreiben durften. Dass wir letztendlich nicht einmal anderthalb Jahre in dieser schönen Wohnung verbringen würden, war irgendwie anders geplant.DekorationselementeAuch wenn ich mit unserer Wohnung in Hamburg nie völlig zufrieden war, gab es doch einige Lieblingsecken, bei denen es mir wirklich im Herzen weh tat, sie verlassen und verwerfen zu müssen. Wir haben viel Energie und Zeit in die Wohnung gesteckt, auch noch wenige Monate vor dem – zugegeben recht spontanen – Umzug. Inzwischen bin ich drüber hinweg, dass ich viele schöne Ideen verwerfen musste – schließlich kann ich nun die nächste Wohnung einrichten.

 

der Schreibtisch

 

mein gemütlicher Arbeitsplatz

das SchlafzimmerDetailaufnahme Couchtisch

 

schöne GlasdetailsWenn ich eines gelernt habe in dem letzten Jahr: eine Wohnung einzurichten braucht mal ganz abgesehen von einer Menge Geld vor allem eins: Geduld. Wenn man nicht gerade lange drauf gespart oder im Lotto gewonnen hat, kann man sich einfach nicht alle Möbel in den ersten zwei Monaten kaufen. Doch das ist gar nicht schlimm. Viele Ideen entwickeln sich weiter und werden besser, je mehr Zeit man für sie hat. Gerade bei der Einrichtung der Wohnung ist es wichtig, Dinge zu kaufen, die einem wirklich gefallen und in das Gesamtkonzept passen. Da spart man lieber einen Monat länger, hat dann aber genau das Teil, das wirklich gefällt und passt. Oder man merkt, dass manche Ideen einfach nicht die richtigen waren. Ich wohne seit knapp zwei Monaten in München, was glaubt ihr, wie häufig habe ich allein unseren Flur gedanklich schon umgestaltet? Zum Glück habe ich mir von Anfang an alle Ideen aufgeschrieben. So habe ich immer einen Überblick, kann Sachen streichen oder später wieder aufgreifen. Dieser ganze Prozess macht einfach unglaublich viel Spaß, auch wenn man zwischendurch wirklich arg genervt ist dass im Wohnzimmer noch immer 13 Kartons stehen, die nicht ausgepackt sind.

Wer Interesse an neuen Einrichtungsideen hat, kann gerne auf meinem persönlichen Pinterest-Account vorbei schauen. Generell bin ich dort sehr aktiv, für mich gibt es kaum eine schönere „verregneter-Samstag-Nachmittags-Beschäftigung“.

mein Pinterest Moodboard

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