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Unicorncake

written by Anni 8. Juli 2017

Ich glaube, ich backe schon immer gerne. Auch wenn ich mir zu einhundert Prozent sicher bin, dass ich auch schon früher gebacken habe, ist der erste Kuchen, an den ich mich noch erinnere, ein Rührkuchen für meinen Papa zu seinem 40. Geburtstag gewesen. Da war ich gerade zarte 10 Jahre jung und völlig begeistert von meinem Werk. Dass ich die Kerzen fünf mal nachgezählt habe, um sicher zu gehen, dass ich die richtige Anzahl aufgesteckt habe, lassen wir mal unerwähnt. Schon immer eine kleine Perfektionistin.

In den darauffolgenden Jahren habe ich stets die Geburtstagskuchen für meine Freunde selbst gebacken und verziert. Ob mit Schokolade, Zuckerperlen oder irgendwann ’sogar‘ Zuckerschrift. Das Witzige an der Sache: mir war es egal, welchen Kuchen der Beschenkte mochte, ich habe immer meinen Lieblingskuchen gebacken. Was bin ich denn bloß für eine Freundin. Es hat sich allerdings nie jemand beschwert!

Vor 3-4 Jahren habe ich dann angefangen, mit farbigem Zuckerguss und Motiven zu experimentieren. Man muss ehrlich sagen, dass es leider nie gut aussah. Zuckerguss verläuft einfach zu sehr und von Fondant hatte ich bis dato noch nicht viel gehört, geschweige denn eine Ahnung, wie man es verarbeitet. Als ich vor zwei Jahren dann von meinem Freund die ultimative Geburtstagstorte (Schokoladenkuchen mit Oreo-Buttercreme-Schicht und Erdbeeren) bekommen habe, stand für mich fest: Zeit für neue Herausforderungen!

Inzwischen werden nicht nur Geburtstage, sondern auch Umzüge, Abschlussfeiern und letzte Tage im Job als Anlass für einen Kuchen gesehen. Meine letzten vier oder fünf Torten sind dann nicht nur mehrstöckig geworden und haben die verschiedensten Buttercreme-Schichten bekommen, ich habe auch angefangen mit Fondant herumzuexperimentieren. Freunde sind wir noch lange nicht geworden, irgendwie muss ich mir da mal ein paar Tutorials angucken glaube ich. Dafür bin ich umso stolzer, dass mir meine Unicorn-Torte gelungen ist!

Die Basis ist der altbewährte Rührkuchen, zwischendrin sind mit Lebensmittelfarbe gefärbte Buttercreme-Schichten. Als Mantel habe ich ebenfalls Buttercreme genommen, nachdem ich bei meinen letzten Muffins/Cupakes völlig geflasht davon war, wie toll das im Kühlschrank aushärtet. – Ja sorry, ich bin noch ein kleiner Backnoob; alles was keine Schokoladenglasur ist, begeistert und überrascht mich noch total. Aber schaut euch die Fotos einfach selbst an, das Rezept steht ebenfalls unten und bei Fragen: schießt los, ich beantworte sie gerne.

Die Buttercreme ist übrigens keine richtige Buttercreme im wörtlichen Sinn. Sie ist auf Basis von Kokosfett, wodurch sie eine wunderbar neutral weiße Farbe hat. Eigentlich hasse ich Kokos, deswegen war ich sehr gespannt wie sich die Creme geschmacklich schlägt. Wenn sie im Kühlschrank einmal durchgehärtet ist, schmeckt man es nicht mehr so stark. Ein Gewinn auf voller Linie! Außerdem ist sie dadurch auch laktosefrei.

Unicorncake

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Serves: 12 Prep Time: Cooking Time:

Ingredients

  • FÜR DIE BUTTERCREME:
  • 5 Eiweiß
  • 500 g Kokosfett
  • 400 g Puderzucker
  • FÜR DIE DEKO:
  • 100 g weißer Fondant
  • 25 g schwarzer Fondant
  • Lebensmittelfarbe in Rosa, Violett und Grün
  • Smarties, Gummitiere oder ähnliches
  • SONSTIGE HELFER:
  • 1 kleine Springform (ca. 15 cm Durchmesser)
  • 1 Schaschlikspieß
  • 4 Zahnstocher
  • Spritztüllen

Instructions

Die Basis:
  1. Zu allererst backst du einen ganz normalen Rührkuchen, ob nun mit Hilfe von Dr.Oetker oder auf Basis von Oma’s Geheimrezept. Wichtig ist, dass du eine runde Springform benutzt. Je höher du den Kuchen haben willst, desto mehr Schichten brauchst du. Ich habe eine kleine Springform genommen und zwei Kuchen gebacken, um vier Schichten zu bekommen.
  2. Für die Buttercreme das Kokosfett schmelzen und lauwarm abkühlen lassen. Währenddessen Eiweiß und Zucker kurz verrühren und über einem heißen Wasserbad solange erwärmen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Aus dem Wasserbad heben und zu einem steifen Baiserschnee schlagen. Dafür brauchst du etwas Geduld und Ausdauer, benutze am besten einen elektrischen Handrührer und eine große Schüssel – das Volumen vervielfacht sich. Dann das Kokosfett unterrühren und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
  3. Wenn der oder die Kuchen fertig und ausgekühlt sind, die Oberseite begradigen. Dann schneidest du die Kuchen in zwei Ringe, sodass du letztendlich vier Kuchenscheiben hast.
  4. Nun lege eine Boden auf einen Teller/Brett/Tortenplatte und bestreiche ihn mit einer dünnen Schicht Buttercreme. Um etwas mehr Farbe reinzubringen, kannst du natürlich vorher etwa ein Viertel der Buttercreme in einer anderen Schüssel mit Lebensmittelfarbe einfärben. Halte dir einen der Böden der Kuchen für den Deckel beiseite, dann hast du eine wunderbar glatte Oberfläche später.
  5. Benutze ein Glas als Ausstechform und steche damit in zwei Böden (nicht Deckel oder Boden) mittig ein Loch aus. Setze nun einen davon auf die Buttercreme und bestreiche ihn erneut, worauf du den dritten Boden setzt. Das Loch in der Mitte kannst du nun mit Smarties, Gummibärchen oder sonstigem füllen. Der Durchmesser des Lochs sollte nach Durchmesser des Kuchens und dem Befüllmittel variieren.
  6. Bestreiche nun die freie Kuchenfläche mit einer letzten Schicht Buttercreme und setzte den letzten Kuchenboden oben auf.
Die Deko:
  1. Die erste äußere Schicht Buttercreme auf dem Kuchen verteilen und glatt streichen. Jetzt muss er für circa 30 Minuten in den Kühlschrank, damit sie aushärtet.
  2. In der Zwischenzeit bereitest du die Ohren, das Horn und die Augen vor. 1/3 des weißen Fondants ausrollen und mit einem Messer zwei Ohren ausschneiden. Diese benutzt du als Vorlage und schneidest noch zwei weitere, kleinere aus. Die Rückseite der kleinen mit etwas Wasser anfeuchten und mittig auf die großen Ohren kleben. Um sie farblich abzuheben, kannst du verdünnte Lebensmittelfarbe auf ihnen verteilen. stecke von unten zwei Zahnstocher in die Ohren, damit du sie später auf dem Kuchen befestigen kannst. Für das Horn nimmst du das restliche weiße Fondant, gibts einige kleine Spritzer der Lebensmittfarbe drauf und knetest es durch. Dann rollst du es mit den Händen in länglicher Form und wickelst es um den Schaschlikspieß. Durch vorsichtiges Rollen des oberen Endes bekommt das Horn sein Form. Für die Augen das schwarze Fondant ausrollen und mit einem kleinen Glas Kreise ausstechen. Glas noch einmal ca. 2 mm unter der gewölbten Schnittkante der Kreise ansetzen und einen schmalen Bogen ausstechen. Für die Wimpern zwei circa 1 cm lange Stücke rollen und die Enden Augenbögen andrücken.
  3. Den Kuchen mit einer zweiten Schicht Buttercreme eindecken, die Augen vorsichtig andrücken und erneut kaltstellen.
  4. Die restliche Buttercreme auf drei Schalen aufteilen und mit der Lebensmittelfarbe einfärben. Mit verschiedenen Spritztüllen die bunte Mähne des Einhorns auf der Torte gestalten.
  5. Horn und Ohren in die Torte stecken und mindestens 30 Minuten kalt stellen.

Notes

Das zweifache Eindecken mit Buttercreme sorgt dafür, dass du eine makellose weiße Oberfläche erhältst, ganz ohne Krümel in der Creme. Außerdem ist es zu empfehlen, mehr Zutaten für Buttercreme im Haus zu haben, als angegeben. Ich musste leider auch welche nach produzieren.

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